Heizen mit Holz ist bei richtiger Anwendung eine der umweltverträglichsten Heizmethoden. Die Verbrennung ist ein chemischer Prozess, der der Verrottung von Holz in der Natur ähnlich ist, nur den Prozess schneller ablaufen lässt.
Beim Wachsen, wenn sich das Holz aufbaut, sammelt ein Baum Energiereserven. Dabei wandelt die Pflanze unter anderem Kohlendioxid in Sauerstoff um. Bei der Verbrennung wird das Kohlendioxid wieder frei gesetzt, genau wie bei der Verrottung im Wald.
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Zu Brandholz wird jenes Holz verarbeitet, das für eine industrielle Weiterverarbeitung nicht geeignet ist. Würde es nicht verheizt, würde das Holz im Wald langsam verrotten. Deshalb ist heizen mit Holz umweltneutral. Ein Umstand, der das romantische Feuer beim Glas Rotwein zusätzlich reizvoll macht. Ein Raummeter Buche oder Eiche, luftgetrocknet, entspricht der Heizleistung von über 200 Litern Heizöl. Bedingung ist allerdings, dass das Holz den richtigen Trocknungsgrad hat. Als Faustregel gilt, das man Holz, am besten im Winter geschlagen, zwei Jahre lang lagert. Dabei sollte Luft an das Holz kommen und nur oben eine Abdeckung vor Regen und Schnee schützen.
Verbrennung mit Holz
Frisches Holz hat einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 50 %. Ist dieser Wert auf unter 20 % gesunken, was nach 24 Monaten in der Regel der Fall ist, ist das Holz kaminfertig. Gas und Teerdämpfe, in gebundener Form sind die wesentlichen Bestandteile von Holz. Verbrennt Holz, sind es eigentlich diese Gase, die verbrennen und den Flammen Nahrung geben. Die Gase werden ab Temperaturen von 150 Grad freigesetzt. Bis 900 Grad Hitze entstehen in einem Holzfeuer. Der gebundene Kohlenstoff verbrennt bei 400 Grad, Kohlenmonoxid, Methan, Acetylen, Wasserstoff und weitere im Holz gebundene Stoffe, benötigen bis zu 750 Grad zur Verbrennung. Kernpunkt beim Verbrennungsprozess ist allerdings die richtige und ausreichende Zufuhr von Sauerstoff. Primärluft beim Anzünden des Kamins und Sekundärluftzufuhr während der Brennphase schaffen diese Voraussetzung und garantieren einen die Natur nicht belastenden Abbrand. Der Rest ist dann Asche. 0,2 % bis 0,8 % bleiben als Rest übrig, ist die Asche hellgrau oder weiß, so ist das ein Zeichen für eine optimale Verbrennung. Wer einen Garten hat, der kann mit der Asche von naturbelassenem, stückigem Scheitholz, die Mineralien enthält, düngen.
Maßeinheit beim Holz sind Raum- oder Schüttmeter - ein Kubikmeter gestapeltes oder geschüttetes Holz inkl. Luftanteile - und Festmeter - ein Kubikmeter feste Holzmasse. Je nach Holzart sind die Heizwerte unterschiedlich. Nadelholz sollte wegen seines hohen Harzanteils, der zur Rußbildung neigt, in Kaminöfen nicht verheizt werden. Kaminöfen setzen über das Konvektionsprinzip die Strahlungswärme des Feuers über ihren Stahlmantel in Heizwärme um. Ein solcher Ofen sollte den Räumlichkeiten angepasst sein, die Regel sagt: Pro KW Heizleistung können acht bis zehn Quadratmeter Wohnfläche beheizt werden. (Deckenhöhe 2,50 Meter). Je nach Bausubstanz kann dieser Wert variieren. Aufeinander abgestimmt sein müssen Kamin, das ist der Ort, wo das Feuer brennt und Schornstein, durch den die heißen Abgase abgeleitet werden. Den höchsten Wirkungsgrad, über 80 %, erzielen geschlossene Systeme von Kachelöfen, Heizkaminen und Kaminöfen nach "Bauart A1". Sie verfügen über selbst schließende Feuerraumtüren.
Heizkamine und Kaminöfen, die offen oder geschlossen betrieben werden können, "Bauart A" bzw. "2", schwanken im Wirkungsgrad zwischen 35 % und 50 %. Wichtig ist hier, dass genügend Sauerstoff zugeführt wird und der Schornstein entsprechend dimensioniert ist. Nur 15 % Wirkungsgrad haben offene Feuerstellen, die ausschließlich mit Wärmestrahlung aus dem Feuerraum heizen. Weil diese Feuerstätten höhere Emissionen freisetzen, ist deren Betrieb nur gelegentlich gestattet.
Kosten der Holzverbrennung
1 Raummeter Holz entspricht ca. 525 kg. Dieser kostet (je nach Bundesland) ≈ 50-60 Euro (Stand 2006) Somit ergibt sich ein Kilogramm-Preis von ca. 10 Cent. Hiermit kann man einen 32 m2 großen Raum 1 Stunde lang beheizen.
Kosten der Holzverbrennung
1 Raummeter Holz entspricht ca. 525 kg. Dieser kostet (je nach Bundesland) ≈ 50-60 Euro (Stand 2006) Somit ergibt sich ein Kilogramm-Preis von ca. 10 Cent. Hiermit kann man einen 32 m2 großen Raum 1 Stunde lang beheizen.














